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Braucht Solar zwingend ein Süddach?
Nein. Ein nach Süden ausgerichtetes Dach holt über das Jahr das Maximum heraus – aber ein Ost-West-Dach liefert nur wenig weniger. Für die allermeisten Häuser ist das völlig ausreichend, um eine sinnvolle Anlage zu bauen.
Viel wichtiger als ein paar Grad Ausrichtung sind Verschattung, Dachneigung und vor allem Ihr Eigenverbrauch.
Was bringt ein Ost-West-Dach?
Ein Ost-West-Dach erzeugt morgens auf der Ostseite und abends auf der Westseite Strom. Statt einer Mittagsspitze verteilt sich der Ertrag gleichmäßiger über den Tag.
Das passt oft sogar besser zum Alltag: Viele Haushalte verbrauchen morgens und abends am meisten – genau dann, wenn ein Ost-West-Dach liefert. So steigt der Anteil, den Sie selbst nutzen.
Gut zu wissen: Gleichmäßiger Ertrag über den Tag kann den Eigenverbrauch erhöhen – ein Ost-West-Dach ist also kein Nachteil, sondern manchmal ein Vorteil.
Was ist mit Verschattung durch Bäume oder Kamin?
Teilverschattung ist selten ein Ausschlusskriterium. Moderne Anlagen lassen sich so auslegen, dass verschattete Bereiche den Rest der Anlage möglichst wenig ausbremsen.
Entscheidend ist, wie stark und zu welchen Zeiten die Verschattung auftritt. Das schauen wir uns beim Haus-Solar-Check konkret für Ihr Dach an.
Und die Dachneigung?
Flache bis mittlere Neigungen sind in der Regel gut geeignet. Sehr flache oder sehr steile Dächer verändern die Auslegung, schließen eine Anlage aber meist nicht aus.
Auch hier gilt: Die Himmelsrichtung allein sagt wenig – erst das Gesamtbild aus Neigung, Ausrichtung, Verschattung und Verbrauch ergibt eine ehrliche Einschätzung.